Tanz der Hormone

Tanz der Hormone

Im heutigen Blogartikel im Interview mit Heilpraktikerin Delia Gröninger dreht sich alles ums Thema „Hormone“. Was tun sie eigentlich, die Hormone? Was kannst du tun? Wie beeinflussen Stress und andere Faktoren unseren Hormonhaushalt und damit auch unsere körperlichen Ziele, beispielsweise gesünder zu leben oder abzunehmen? Das und noch viel mehr spannende Infos erfährst du im Beitrag.

Stress und Hormone

Wie beeinflusst Stress unsere Hormone?

Stress erzeugt eine Kaskade von Verwirrungen im Hormonhaushalt, die beispielsweise Abnehmen schwierig machen aber es auch schwierig machen, sich gut zu fühlen. Stress hat auf verschiedenen Ebenen einen großen Einfluss. Vor allem aber auch auf unsere Hormone. Das Hormonsystem ist ein sehr komplexes System und es ist äußerst wichtig, dass alles im Takt und in Balance bleibt, damit der Mensch auch im Gleichgewicht ist. Hormone wirken schon in geringsten Konzentrationen und haben aber einen sehr großen Einfluss.

Stress gibt es in verschiedenen Formen. Beispiel: Post traumatische Belastung, hoher Selbstanspruch, viele Sorgen, Schwierigkeiten im sozialen Bereich, das sind alles Stressoren. Körperlicher Stress ist beispielsweise  Entzündungsreaktionen, Schlafstörungen, Blaulicht-Belastung etc.

Das Problem ist eher der langfristige Stress, nicht der kurzfristige Stress. Bei kurzfristigem Stress wirkt eher Adrenalin, bei langfristigem Stress stimmt die Cortisol-Achse nicht mehr.

Wechselwirkung der Hormone

Stress also Cortisol triggert Insulin und Insulin ist das Hormon, das eher aufbauend und einspeichern wirkt und nicht abbauend. Vor allem was das Thema Abnehmen etc. betrifft. Zu viel von diesem Hormon kann Fetteinlagerung begünstigen. Zudem beeinflusst Stress auch unser Progesteron.

Warum hemmt Cortisol Progesteron? Progesteron genauso wie Cortisol, Östrogen oder Testosteron gehören zur Gruppe der Steroidhormone, diese stammen alle vom Cholesterin ab. Das wird umgewandelt und über verschiedene Wege in Progesteron und eben auch in Cortisol umgewandelt. Cortisol entsteht aus Progesteron, sprich wenn man ständig Cortisol braucht, weil das System in diese Richtung drängt, dann hat man weniger Progesteron zur Verfügung. Cortisol wird in so einer Situation vom Körper als „wichtiger“ eingestuft, da der Stress hier wirkt. Wenn das aber nicht aufhört weil wir dauerhaft gestresst sind und dadurch immer zu wenig Feel Good Hormon Progesteron haben, kann sich das extrem auf unser Gemüt und unsere Psyche auswirken.

Hormone im Zyklus

Im weiblichen Zyklus, also in der ersten Hälfte, wird FSH Folikel stimmulierendes Hormon ausgeschüttet. Das heißt die Östrogen-Produktion geht hoch. Das ändert sich dann ca. ab der Zyklus-Mitte in LH das wird in etwa am 14. Tag ausgeschüttet und führt dazu, dass der Eisprung stattfindet. Daraufhin wird das Östrogen gesenkt und der Progesteron-Spiegel steigt an, das Ei bereitet sich in der Gebärmutter auf eine Einnistung vor.

Es gibt Entwicklungen bei Frauen, die keine Periode mehr haben, weil sie zu wenig essen oder zu viel Sport machen. Hier ist der Körper einfach zu viel im Stress und das zeigt sich in einer eher ungesunden Entwicklung, in dem die Periode ausbleibt. Das tritt ein in der Phase, wo man hohes Progesteron hat und der Körper sich auf die bevorstehende Schwangerschaft vorbereitet. Solche Situationen führen dazu, dass man anovulatorische Zyklen hat, es findet also kein Eisprung statt. Wenn das nicht stattfindet, dann bildet sich auch kein Gelbkörperhormon/ Progesteron. Dann hat man eine Östrogen-Dominanz die mittelfristig/ langfristige Konsequenzen nach sich ziehen kann. Eine Östrogen-Dominanz ist oft typisch für Frauen für PMS, PCOS, oder die Endometriose haben. Wenn man zu viel Östrogen und weniger Progesteron hat, fällt es jemandem theoretisch schwerer, langfristig Fett zu verbrennen.

Einflussfaktoren auf Hormone

Schlaf ist ein unglaublich wichtiges Thema im Bezug auf Hormone. Wir leben in einer Nation schlafloser Menschen, Schlafprobleme sind weit verbreitet, wir haben verlernt, richtig runterzukommen. Der natürliche Rhythmus muss unbedingt wieder hergestellt werden.

Bewegung ist auch unglaublich wichtig – natürlich ist es gut zu trainieren, aber es ist auch nicht gut zu übertreiben. Wenn man zu viel unter Stress ist und sich dann sportlich auch noch unter Druck setzt, kann das kontraproduktiv sein. Gehe in so einer Situation dann lieber spazieren. Bei zu verbissenem Druck und zum Beispiel auch Ausbleiben der Regel muss man vielleicht dahinter schauen und gucken, was hier mental zugrunde liegt.

Hormone im Ungleichgewicht – was tun?

Zur Untersuchung der Hormone kann hier ein Blutbild oder eine Speichelprobe Aufschluss geben. Was wichtig ist anzuschauen, ist auch die Mikronährstoff-Versorgung. Hier gibt es einige, die gerade auch für Frauen sehr wichtig sind und wenn ich die sogenannten Baustoffe für die Hormone nicht habe, wird der Körper diese auch nicht bauen können. B- Vitamine sind sehr wichtig, helfen auch bei Stress und fürs Nervensystem. Aus der Reihe ist B6 wichtig für die Progesteron-Bildung, Zink, Magnesium, Vitamin C und noch einige andere, die angeschaut gehören.

Anzeichen dass etwas im Ungleichgewicht ist, sind oft auch mentale Themen: Depressivität, Gereiztheit, Weinerlichkeit könnten Indizien sein, dass es sich beispielsweise um eine Östrogen-Dominanz handelt. Ein Test wie oben erläutert kann hier Aufschluss geben. Dann gibt es unterschiedliche Behandlungswege. Delia Gröninger arbeitet viel mit Pflanzen, die Stoffe enthalten, die sich auf unsere Hormone auswirken können.

Wie kann man gucken, dass man wieder mehr in die Balance kommt? Wie bereits erwähnt: Bewegung, etwas Sport, guter Schlaf, ein gutes Stressmanagement und gesunde, nährreiche Ernährung. Natürlich sind das nur einige Faktoren: Individuell kann das immer am besten angeschaut werden.

Hormone und Keto

Wenn du gesundes Keto machst mit viel Gemüse, Ballaststoffen und vielleicht etwas weniger Fett, dann lieferst du deinem Körper hier viele Nähstoffe. Gucke hier aber auch gerne, was für dich und deinen Hormonhaushalt wirklich sinnvoll ist und sei nicht zu verbissen.

Bei Frauen kann es in der zweiten Zyklushälfte absolut sinnvoll sein, ein paar stärkehaltigere Gemüsesorten zu essen, um noch ein paar mehr Baustoffe für die Hormone zu geben. Auch in der zweiten Zyklushälfte lange zu Fasten kann kontraproduktiv sein. Höre hier bitte immer auf deinen Körper und dein Gefühl.

 

 

Was darf ich essen und was nicht?
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